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Für Burkina Faso aktiv (Kirchenbote, 5. Dezember 2010)

Die Burkina-Faso-Initiative Belm ist mit rund 70 Mitgliedern eine eher kleine Organisation. Seit 30 Jahren stehen der persönliche Kontakt zu Afrika und das unermüdliche Engagement der Mitglieder im Vordergrund.

In der Grundschule von Samando lernen seit kurzem 250 Schüler täglich Lesen, Schreiben und Rechnen. Den Bau der Schule hat die Burkina-Faso-Initiative Belm durch ihre Spenden ermöglicht, rund 30000 Euro haben die Mitglieder dafür gesammelt. „Das Recht auf Bildung ist uns besonders wichtig“, begründet der Vorsitzende Holger Jansing.
Das Engagement der Belmer Bürger für Burkina Faso – früher Obervolta – hat eine lange Tradition. Auf Initiative des damaligen Gemeindedirektors Klaus Friedrichs stellte die Gemeinde Belm 1980 erstmals Haushaltsmittel für das westafrikanische Land zur Verfügung und unterstütze ein Alphabetisierungszentrum.
Vier Jahre später gründete sich innerhalb der Christlichen Jungen Gemeinde (CJG) Belm eine Eine-Welt-Gruppe, die ebenfalls Projekte in Burkina Faso unterstützt hat. 1993 wurde gemeinsam der Verein Burkina Faso Initiative Belm ins Leben gerufen.
Bis heute wurden viele Freundschaften und sogar eine Ehe geschlossen. 2005 haben Catharina Krüger aus Belm und Damien Balima aus Burkina Faso geheiratet. Kennengelernt haben sie sich, als Catharina Krüger für einige Monate ehrenamtlich in Burkina Faso geholfen hat.
Auch zurzeit ist eine Belmerin in Afrika aktiv: Die 23-jährige Christina Möllmann arbeitet für fünf Monate im Gesundheitszentrum am Stadtrand der Hauptstadt Ouagadougou. Als ausgebildete Krankenschwester hilft Möllmann dort vor allem Malariapatienten. Den Bau und die Ausstattung des Gesundheitszentrums hat die Belmer Initiative vor einigen Jahren finanziert.
Die persönlichen Kontakte vor Ort sind dem Verein sehr wichtig: „Die Arbeit darf nicht nur theoretisch sein, sonst schlafen die Projekte ein“, sagt Vorsitzender Holger Jansing. Deshalb kooperieren die Belmer schon lange mit Pastor Philippe Ouedraogo, Gründer der evangelischen Organisation AEAD, und mit der 74-jährigen Entwicklungshelferin Florentine van Espen. Die Entscheidung, welches Projekt gefördert wird, wird nicht nur in Belm getroffen. „Jedes Bauvorhaben muss von der Dorfgemeinschaft gewollt sein“, erklärt Jansing.
Insgesamt sind in den vergangenen Jahren 485000 Euro Spendengelder in Burkina Faso investiert worden. Um das Geld zu sammeln, verkaufen die Ehrenamtlichen zum Beispiel einmal im Jahr Mangos auf dem Wochenmarkt und organisieren ein Doppelkopfturnier. Auch der Überschuss aus dem Eine-Welt-Laden fließt in die Projekte.
Die Initiative wird auch heute noch von der politischen Gemeinde Belm finanziell unterstützt. Bisher hat die Gemeinde pro Jahr 7000 Euro gezahlt. Da die Kommune aber aufgrund der schwierigen Haushaltslage bei ihren freiwilligen Leistungen kürzen muss, wird sie im kommenden Jahr möglicherweise ihren Beitrag für die Burkina-Faso-Initiative kürzen. Ob und wie viel Geld gestrichen wird, entscheiden die Ratsmitglieder in ihrer Sitzung Mitte Dezember, so Gemeindesprecher Dirk Meyer.
Die Ehrenamtlichen gehen derweil neue Wege, um Spenden zu sammeln. Sie bieten einen digitalen Adventskalender an. Für eine Spende von zehn Euro erhält man das Passwort für die Internetseite. Hinter den 24 virtuellen Türchen befinden sich Geschichten, Rezepte, Bastelideen oder Musik rund um Burkina Faso und Afrika.




Fruchtbare Hilfe für Burkina Faso (Neue OZ, 11. November 2009)
Projektpartner Philippe Ouedraogo liefert Belmer Initiative Bestätigung aus erster Hand

Belm (gre). Eine Vielzahl von Projekten haben die Belmer Burkina-Faso-Initiative und die Gemeinde Belm bereits unterstützt. Tendenz steigend. Das versprach Bürgermeister Bernhard Wellmann dem weit gereisten Gast Philippe Ouedraogo, Pastor und Direktor der evangelischen Hilfsorganisation AEAD, die er vor 17 Jahren in Burkina Faso ins Leben rief.

Bereits im Jahr 1980 gründete der Belmer Gemeindedirektor Klaus Friedrichs die Initiative, die sich seitdem um etliche Projekte kümmert. Immer wieder beeindruckend sind die Berichte von Philippe Ouedraogo. Er hat im Land der aufrechten Bürger, wie Burkina Faso übersetzt heißt, inzwischen mit europaweiter Hilfe Beispielhaftes erreicht: Schulprojekte, den Bau von Gesundheitszentren, das Bereitstellen sauberen Trinkwassers und vieles mehr.

Ein Schwerpunkt sind seit drei Jahren „Speed Schools“, Institutionen, in denen ältere Kinder die Chance erhalten, innerhalb eines Jahres Lernstoff nachzuholen und dann eine reguläre Schule zu besuchen. Mittlerweile haben rund 7000 Kinder dadurch lesen und schreiben gelernt - eine stolze Leistung für ein Land, in dem nur 50 Prozent der Kinder die Chance auf Bildung erhalten.

„Für das Projekt ist Philippe Ouedraogo vom Präsidenten ausgezeichnet worden“, berichtete Rita Eschkötter vom Vorstand der Belmer Initiative, deren Mitglieder Elisabeth und Heinz Hempen Ouedraogo ebenfalls beim Besuch im Rathaus begleiteten und erfuhren, dass die Länder Mali und Niger das „Speed School“-Konzept übernommen haben.

Wie groß der Zulauf in Gesundheitszentren und Schulen ist, wissen Hempens und die anderen Förderer sehr wohl. Vor fünf Jahren waren sie dabei, als in der Provinzstadt Gourcy der Bau einer Schule bevorstand. Acht Klassen und ein Computerraum sind längst in Betrieb.

Stolz berichtete Philippe Ouedraogo über eine Schule in Burkina Fasos Hauptstadt Ouagadougou, die die Belmer Initiative mitfinanziert hat: „Sie ist mit ihrer Ausstattung und den Bildungsangeboten als beste des Landes ausgezeichnet worden.“

Die Hilfe trägt also Früchte. Die Gemeinde Belm stellt seit Langem 7000 Euro jährlich zur Verfügung. „Ich bin sicher, wir unterstützen Sie weiter“, sagte Bernhard Wellmann angesichts der anstehenden Haushaltsplanung.

Längst etabliert hat sich die Mango-Aktion der Initiative. Inzwischen bestellt sie in Burkina Faso 1,5 Tonnen der schmackhaften Früchte und verkauft sie im Mai auf dem Wochenmarkt. „Ein Großteil ist vorbestellt, und in jeder Mango steckt eine Spende drin“, berichtete Elisabeth Hempen mit Vorfreude aufs nächste Frühjahr.




Ein Krankenwagen für Burkina Faso (Neue OZ, 27. Oktober 2008)
Belmer Verein schickt Bundeswehrauto nach Westafrika

Belm. Die Bundeswehr hat für das 20 Jahre alte Fahrzeug keine Verwendung mehr, in Burkina Faso allerdings wird der olivgrüne Krankenwagen noch gute Dienste tun. In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz in Vehrte und einer Projektgruppe der Kreisverwaltung schickte die Burkina-Faso-Initiative Belm jetzt den Mercedes 609 Diesel auf die weite Reise nach Westafrika.
Der Krankenwagen wird in einem Gesundheitszentrum in der Hauptstadt Ouagadougou (sprich Wagadugu) zum Einsatz kommen. Von Hamburg aus wird das Fahrzeug in den nächsten Tagen zunächst mit dem Schiff nach Ghana und dann weiter über den Landweg nach Burkina Faso transportiert. Der Belmer Verein konnte den Krankenwagen aus ausgemusterten Beständen der Bundeswehr erwerben. Das DRK Vehrte steuerte Ausstattungsgegenstände und weitere medizinische Hilfsgüter wie Blutdruckmessgeräte und kistenweise Verbandsmaterial bei.

In den vergangenen fünf Jahren haben die Burkina-Faso-Initiative Belm und die Landkreis-Gruppe das Gesundheitszentrum am Stadtrand von Ouagadougou mit rund 50000 Euro aufgebaut. Dafür standen unter anderem Spenden, Erlöse des Weihnachtsbasars im Kreishaus und auch Haushaltsmittel der Gemeinde Belm zur Verfügung.

Die Einrichtung der Partnerorganisation AEAD liegt in einem Armenviertel und leistet einen wichtigen Beitrag innerhalb der städtischen Gesundheitsversorgung. Im Notfall wird der Krankenwagen künftig Patienten in eine größere Klinik im Zentrum bringen können. Das Fahrzeug ist aber auch erforderlich, um die benachbarten Dörfer besser medizinisch betreuen zu können.

Die Belmer Initiative, das DRK und die Landkreis-Gruppe hatten vor zwei Jahren in einer Gemeinschaftsaktion bereits einen Container mit medizinischen Hilfsgütern für die Ausstattung des Gesundheitszentrums nach Burkina Faso geschickt. In dem Armenviertel der schnell wachsenden Hauptstadt sollen weitere Vorhaben unterstützt werden. Unter anderem ist an die Finanzierung einer Schule gedacht.




Fairer Handel hilft Afrika (Neue OZ, 20. Mai 2006)
7000 Euro vom Eine-Welt-Laden für Projekte in Burkina Faso
Belm. Wer im Belmer Eine-Welt-Laden fair gehandelte Produkte erwirbt, unterstützt damit auch Schulbau- und Gesundheitsprojekte in Burkina Faso. Seit vielen Jahren ist der Erlös der ehrenamtlichen Verkaufstätigkeit für die Entwicklungshilfe in dem westafrikanischen Land bestimmt.

Jetzt stellte der Eine-Welt-Arbeitskreis der Christlichen Jungen Gemeinde der Burkina-Faso-Initiative Belm 7000 Euro zur Verfügung. In dem Betrag sind auch Spenden der Tannenbaumabholaktion enthalten. Die beiden Vereine arbeiten seit ihrer Gründung eng zusammen.

An der Übergabe nahm auch Jokebed Damoaliga teil, die in dieser Woche zu Besuch in Belm war. Die Projektpartnerin leitet in Burkina Faso das Gesundheitsprogramm der Organisation AEAD. Sie dankte für die Unterstützung, die den Ärmsten in ihrer Heimat zugute komme. Konkret soll das neue, mit Belmer Mitteln finanzierte Gesundheitszentrum um ein Labor erweitert werden, um Babys und schwer Kranke besser untersuchen zu können.




Einsatz für das neue Krankenhaus in Afrika (Neue OZ, 29. April 2006)
Hilfsgüter unterwegs nach Burkina Faso - Unterstützung von Hellmann

Osnabrück (jan). 20 Krankenhausbetten, ein Kühlschrank, sechs Rollstühle und kistenweise Verbandsmaterial: Das ist nur ein Teil der medizinischen Hilfsgüter, die aus dem Landkreis Osnabrück unterwegs nach Burkina Faso in Westafrika sind.

Die Burkina-Faso-Initiative Belm, das Deutsche Rote Kreuz in Vehrte und das Burkina-Faso-Team der Kreisverwaltung haben den Transport gemeinsam auf die Beine gestellt, um ein neues Gesundheitszentrum im 6000 Kilometer entfernten Sahelland auszustatten. Ein zwölf Meter langer Frachtcontainer wurde in dieser Woche am Kreishaus beladen. Nächsten Dienstag wird er mit dem Schiff von Bremerhaven zunächst bis nach Ghana und dann auf dem Landweg bis nach Wagadugu, der Hauptstadt Burkina Fasos, gebracht.

„Wir haben dort am Stadtrand zusammen mit der Belmer Initiative in den vergangenen zwei Jahren ein kleines Krankenhaus finanziert“, berichtet Jörg Temmeyer von der ehrenamtlichen Gruppe der Kreisverwaltung. Seit Herbst 2005 ist das Zentrum fertig gestellt, und jetzt warten die Verantwortlichen auf die Ausstattung.

„Es ist wesentlich günstiger, die erforderlichen Sachen nach Westafrika zu schicken, als sie dort zu kaufen“, sagt Catharina Krüger vom Vorstand der Burkina-Faso-Initiative Belm. Die Krankenschwester hat bereits in Gesundheitseinrichtungen der Partnerorganisation AEAD gearbeitet. Ein Container hat einen weiteren Vorteil: Er bietet ausreichend Platz, um zusätzliche Hilfsgüter zu transportieren, in diesem Fall zum Beispiel Fernseher und Videorekorder für Aufklärungskampagnen gegen Aids oder Spielgeräte für den nahen AEAD-Kindergarten.

Finanziell und logistisch wird die Aktion von derSpedition Hellmann unterstützt. Firmen, Krankenhäuser und Einzelpersonen aus der Region stellten die Hilfsgüter zur Verfügung - alles kostenlos. Hinzu kommen zahlreiche Materialien aus Beständen der Bundeswehr und des Katastrophenschutzes. Den direkten Draht zu diesen Institutionen hatten Björn Brinkmann und seine Mitstreiter vom DRK Vehrte. Es handelt sich um gut erhaltene Sachen, die regelmäßig ausgetauscht werden und hier wahrscheinlich auf dem Müll gelandet wären, etwa zwei EKG-Geräte.

In dem kleinen Krankenhaus in Wagadugu werden sie noch gute Dienste leisten. Das Gesundheitszentrum, zu dem auch eine Entbindungsstation gehört, versorgt bis zu 20000 Menschen. Vor allem Atemwegserkrankungen, Malaria und schwere Wundverletzungen sind weit verbreitet.




Engagement Stein für Stein sichtbar (Neue OZ, 30. September 2005)
Burkina-Faso-Initiative informierte im Rat - Ausstellungseröffnung am Samstag
Belm (ja). Burkina Faso - jenes Land, das sich, eingezwängt zwischen Mali, Niger und Ghana, behaupten muss und dessen Hauptstadt auf den schönen Namen Ouagadougou hört, jenes Land bekommt in den nächsten Tagen in der Belmer Mühle Raum, um sich bei einer Ausstellung zu präsentieren. Was es genau mit der Verbindung von Belm und Burkina Faso auf sich hat, dass erläuterten Heinz Hempen, Klaus Friedrichs und Holger Jansing im Rat.

Sicher: Von der Burkina-Faso-Initiative hat wohl schon fast jeder Belmer einmal etwas gehört, viele besitzen sogar Handwerksarbeiten aus dem afrikanischen Land. 25 Jahre kommunale Entwicklungshilfe hinterlassen eben ihre Spuren. Und dennoch: Für Burkina Faso kann gar nicht genug die Werbetrommel gerührt werden. „Jeder Cent“, der hereinkomme, sei gut angelegt und für die Bevölkerung lebenswichtig, betonte Vereinsmitglied Heinz Hempen in der Ratssitzung. Er muss es wissen. Mit seiner Frau besuchte er die Belmer Projekte in Burkina Faso und hat gesehen, was mit vergleichsweise wenig Geld möglich ist - gemessen an deutschen Maßstäben unvorstellbar viel. 362000 Euro sind in den 25 Jahren an Projektpartner überwiesen worden, 162000 Euro steuerte die Gemeinde Belm aus Haushaltsmitteln bei, wie der Vorsitzende der Initiative, Holger Jansing, erklärte. Dafür sind in Burkina Faso sieben Schulen, ein Kindergarten, drei Gesundheitszentren und mehrere Brunnen gebaut worden. Engagement, das Stein für Stein sichtbar ist, das Kinder zu Schreib- und Rechenkünstlern macht, das Krankheiten verhindert. Kurzum: das den Frieden sichert. Was hätte es für das Geld in Deutschland gegeben? Nicht einmal eine Schule.

Ein Motor aus den Gründertagen der Burkina-Faso-Hilfe ist Klaus Friedrichs - Belms ehemaliger Gemeindedirektor. Er erzählte im Rat, wie alles angefangen hat: die Sache mit dem Moped, die erste Fahrt ins Land, die Vereinsgründung 1993. Viele kleine Mosaiksteinchen in einer besonderen Beziehung, der am Samstag in der Belmer Mühle weiterer Glanz hinzugefügt wird. Dann wird um 15.30 Uhr die Ausstellung „Stoffe, Kleider, Leute“ mit Akteuren aus Burkina Faso eröffnet.
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